Miss Allie goes international - Erste Schweiz-Tour 2021

Miss Allie spielte im Dezember 2021 ihre erste Tour in der Schweiz. Von Bern zum Arosa Humorfestival! Von Eichhörnchen füttern bis zur Profi-Snowboarderin...

 
Miss Allie in der Schweiz 2021

Ihr Lieben,

ich komme grade zurück von meiner ersten Auslandstour durch die Schweiz! Dabei wurde ich durch keine geringere als Mama höchstpersönlich begleitet. :) Ich genieße es einfach sehr, wenn jemand von meinen Lieben Zeit hat, mich auf Tour zu begleiten.

Wir fuhren mitten in der Nacht gegen 6 Uhr früh in Hamburg mit dem Zug los und acht Stunden später hopsten wir in Bern auf den Bahnsteig und rein in den grauen Kombi von Christoph - dem Konzertveranstalter. Gemeinsam fuhren wir ins schnuckelige La Cappella. Das ist eine alte Stadtvilla, die so ein bisschen an die Villa Kunterbunt von Pipi Langstrumpf erinnert. Unten ist ein kleiner süßer Konzertsaal mit Empore im ersten Stock und dann führen verwinkelte Treppen in weitere Stockwerke. Ganz oben unterm Spitzdach versteckt sich die Künstlerwohnung, in der wir unser Quartier für die erste Nacht in der Schweiz bezogen. Christoph und sein Team kochten leckerstes veganes Essen für uns, während ich unten auf der Bühne den Soundcheck machte.

Ich fragte Christoph nach dem Publikum aus. Sind sie eher locker? Werden sie meinen Humor mögen? Er sagte, SchweizerInnen lachen oft eher nach innen und sind es nicht gewohnt, dass man unkonventionelle Themen ganz direkt an- und ausspricht. Ich dachte so: „Oh je… Ich glaub, ich sollte lieber sofort die Heimreise antreten…“

Meine Bedenken lösten sich nach dem zweiten Song auf der Bühne in Luft auf. Mein Publikum war Zucker. :) Sie lachten mit mir, sie sangen mit mir und sie lauschten andächtig meinen Balladen. Das Konzert war total toll! Ich war so froh, dass meine Musik den Leuten so gefallen hat.

Nach dem Konzert tranken wir gemeinsam mit Christoph ein „Bärner Müntschi“ (Berner Kuss = das lokale Bier) und schnackten über die neusten Corona-Bestimmungen. Wir lernten, dass Bern in verschiedene Kantone aufgeteilt ist und wenn ein Kanton beschließt, die Bars zu schließen, gehen die Menschen halt alle ins nächste Kanton, um dort zu trinken. Wir beschlossen, dass uns das nicht sonderlich förderlich erscheint für ein geringes Infektionsrisiko und gingen schlafen.

Am nächsten morgen fuhren wir in aller Herrgottsfrühe weiter nach Arosa. Ich war hundemüde und schlief die meiste Zeit im Zug. Als wir Chur erreichten, stiegen wir um in eine kleine Bimmelbahn. Diese führte uns bergauf durch ein Winterwonderland aus Nadelbäumen, Bergen und Tiefschnee. Ich konnte die Schönheit der Natur irgendwie gar nicht fassen und starrte wie ein kleines Kind mit riesengroßen Augen eine Stunde aus dem Fenster und machte „OH!“ Und „AHH!“. MEGA SCHÖN! Und so rollten wir in Arosa ein. Und hier sollten und wollten wir sechs Tage bleiben.

Arosa ist ein kleiner Ort mitten in den Alpen. Ein Dorf, umringt von riesenhaften Bergen mit Puderzuckerschnee, kleinen (und teuren) Boutiquen, Cafés, Lädchen, mehreren Skiliften und -gondeln. Ein Hotelshuttle brachte uns ins Blatters Hotel, in welchem wir herzallerliebst empfangen wurden. Die Schweizer - die sind so höflich!

In Arosa fand das Arosa Humorfestival statt. Dazu wird jedes Jahr mitten auf der Skipiste ein großes Zirkuszelt für zehn Tage aufgebaut, in welchem verschiedene KünstlerInnen auftreten. Zusätzlich finden kleinere Veranstaltungen in den Hotels des Dorfes statt. Ich trat zwei Abende in Folge mit renommierten schweizerischen und deutschen KünstlerInnen im Rahmen einer Mixed Show in dem Zirkuszelt vor ca. 800 Leuten auf. Das Ganze wurde vom Schweizerischen Fernsehen SRF aufgezeichnet. AUFREGEND! Meine erste Auslands-TV-Präsenz! :) Richtig cool! Tagsüber gingen Mama und ich wandern und shoppen (wir haben nix gekauft… es war einfach zu teuer). Am Mittwoch verbrachte ich meinen Off Day auf der Skipiste. Ich stand ewig nicht mehr auf einem Snowboard! Aber das ist letztendlich wie Fahrrad fahren. Man verlernt es nicht. Arosa schenkte uns die ganze Woche strahlenden Sonnenschein und so glitzerte der Schnee bei meinen Abfahrten wie tausend Diamanten. Das was total geil!

Am Donnerstag wanderten wir den Eichhörnliweg entlang. Dort setzen sich die Eichhörnchen und Vögel des Waldes auf deine Hand, um Nüsse zu essen. DAS WAR SO COOL! Abends spielte ich ein Solokonzert im Blatters Hotel. Das war klein und fein würd ich sagen. :) Und am Freitag waren Mama und ich eingeladen zu David und Carolin Kebekus’ Auftritt im Zirkuszeit. Das war toll! :) So habe ich endlich Carolin Kebekus persönlich mal kennengelernt. Was für ein netter Mensch! :) Generell waren alle Menschen beim Festival, ob im Team oder KünstlerIn sehr nett. Das Team war so hilfsbereit und zuvorkommend und irgendwie haben wir uns wie ein Teil von einer kleinen süßen Humorfestival-Familie gefühlt. Danke dafür!

Nun sitzen wir im 12-Stunden-Zug nach Hamburg und ich lasse alles Revue passieren. Ich bin momentan mental etwas angekratzt durch die Anstrengungen und Enttäuschungen der zwei Pandemie-Jahre. Die Zeit in den Bergen tat mir und meinem Seelenhaushalt gut. Ich konnte Konzerte spielen, etwas zur Ruhe kommen und mich gleichzeitig beim Snowboarden mal richtig körperlich auspowern. Danke dir Schweiz! Du tust mir gut und ich komme gern wieder.

Morgen setze ich mich an meinen Jahresrückblick 2021 und dann ist Weihnachten. Chacka!


LOVE, LOVE,

Allie



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